Brügge, 28.11.2025 – Ein feierlicher Moment im Schulungsraum der Brügger Feuerwehr:
Die Kinder der Grundschule Parkstraße eröffneten gemeinsam mit dem Galeristen Detlev Kümmel eine Ausstellung, die weit mehr als bloße Bilder zeigt. Mit dem Durchschneiden des roten Bandes markierten sie den Start in eine Ausstellung, die das Thema Katastrophenvorsorge und Ehrenamt in den Mittelpunkt rückt und zugleich das Gemeinwesen stärken soll.
Gleich zu Beginn zeigte Detlev Kümmel, bekannt aus der TV-Sendung „Bares für Rares“, unübersehbar seine Unterstützung: Er wählte einen Favoriten aus – das Werk „Schattenheld“ von Artur, das den Schatten eines Feuerwehrmanns vor einer gewaltigen Flammenwand einfängt. Ein Bild, das eindrucksvoll die Schattenseite von Gefahr und den Mut der Helfer beleuchtet.
Die Bilder entstanden im Rahmen des Quartiersprojektes des DRK Stadtverbandes Lüdenscheid e.V. in Brügge und entstanden aus dem Kontakt der Kinder mit der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Hintergrund des Projekts war eine Beobachtung: Der Schulungsraum wirkte auf die jungen Besucher zu sachlich, zu erwachsen. Die Idee reifte, Kunst zu nutzen, um das Thema „Katastrophenvorsorge und Ehrenamt“ greifbar zu machen – und die Räume der Feuerwehr würden mit Kinderkunst zu lebendigem Lernen zurückkehren.
Dieses Vorhaben ist Teil eines größeren Projekts der Katastrophenhilfe Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, das das gesellschaftliche Leben in Brügge stärken und den Stadtteil nach den Strapazen von Flutkatastrophen und Corona wiederaufbauen soll. Ein Baustein davon ist das Bildungsprojekt in der Grundschule Parkstraße, das Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse seit April zu kreativen Werken inspiriert hat.
Detlev Kümmel, der seine Galerie im von Hochwasser betroffenen Stadtteil Brügge betreibt, machte deutlich, wie wichtig Vorsorge, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement sind: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll das Engagement von Feuerwehr und DRK ist. Dass Kinder dieses Thema kreativ aufgreifen, finde ich großartig.“ Auch Alexandra Faust, Konrektorin der Grundschule sowie DRK-Quartiersmanagerin Barbara Schmidt lobten das gemeinsame Lernen und Schaffen: „Dieses Projekt stärkt das Bewusstsein für Katastrophenvorsorge und zeigt, dass gemeinsames Handeln eine Gesellschaft zusammenhält.“
Unter der Leitung von Lehrerin Anna Schlüchting entwickelten die Viertklässler seit April farbenfrohe Kunstwerke zu den Schwerpunkten Hochwasser, Feuer, Dürre und Nachbarschaftshilfe. Die Ausstellung verbindet konkrete Umwelt- und Sicherheitsbotschaften mit positiven Botschaften des Miteinanders.
Barbara Schmidt betonte die pädagogische Zielsetzung des Projekts: „Wir möchten das Bewusstsein für Katastrophenvorsorge stärken und gleichzeitig zeigen, dass Ehrenamt und gemeinschaftliches Handeln unsere Gesellschaft tragen.“ Die Vernissage bot dabei Raum für Gespräche über Katastrophenvorsorge, Nachbarschaftshilfe und die Bedeutung des Helfens in jeder Form. Sichtbar wurde dies auch während der Vernissage selbst: das Ehrenamt der Feuerwehr sorgte nämlich vorab mit für den Aufbau, die Helfer des DRK sowie Ehrenamtliche des Digital Cafés Brügge mit somalischen Wurzeln besetzten die Saft- und Candybar. All sie sorgten für eine rundum schöne Veranstaltung.
Die Kunstwerke werden im Übrigen alsbald im Brügger Feuerwehrhaus dauerhaft zu sehen sein. Sie werden einen festen Platz an den Wänden des Schulungsraumes bekommen. Besucher der nächsten Stadtteilkonferenz bekommen sie spätestens dann zu Gesicht. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kunst, Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen und so Brügge als lebendigen, verantwortungsvoll handelnden Stadtteil stärken.






















